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Sanierung der St.-Markus-Kapelle in Mistelbrunn

Echtes Kleinod saniert Markuskapelle – Stiftung gibt 10 000 Euro
Der Dr.-Fritz-Reimnitz-Stiftung ist die Pflege und Erhalt der Denkmäler der Region ein wichtiges Anliegen. In der St.-Markus-Kapelle in Mistelbrunn leiden die historisch sehr wertvollen Fresken durch Feuchtigkeit. Kirchengemeinde und Stadt Bräunlingen führten daher eine Sanierung durch. Die Stiftung unterstützt diese mit einem Zuschuss von 10 000 Euro. Dies hat der Vorstand laut einer Mitteilung der Stiftung einstimmig beschlossen. Vor wenigen Wochen konnten die Sanierungsmaßnahmen der unter Denk malschutz stehenden Markuskapelle abgeschlossen werden. Im Vorplatz wurde eine neue Dränage verlegt, die der Vernässung der Kapellenwände entge genwirkt. Das Fundament wurde außerhalb der Kirche verputzt. An den betroffenen Innenwänden wurde über einige Monate ein Reparaturmörtel auf getragen. Dieser sogenannte Opferputz nimmt die Feuchtigkeit und Salzkris talle des Mauerwerkes auf, sodass der Zersetzung entgegengewirkt werden kann. Erst vor ungefähr zwei Wochen konnten die betroffenen Innenwände final verputzt werden.

Fresken aus 13. Jahrhundert
Da die Kapelle zur Seelsorgeeinheit Donaueschingen gehört, das Außengrundstück jedoch Eigentum der Stadt Bräunlingen ist, werden die Gesamtkosten der Sanierung geteilt. Die Mistelbrunner St.-Markus-Kapelle mit ihren Fresken aus dem 13. Jh. gehört zu den kunsthistorischen Kleinoden in Südbaden und zählt zu den frühen Zeugnissen christlicher Baukunst. Erwähnt wurde sie erstmals 1145. Bei archäologischen Untersuchungen des Areals wurden 1971 zahlreiche Münzen aus dem 13. bis 18. Jh. gefunden.

© Pressebericht Schwarzwälderbote 30.12.22